Überschuss bereitstellen
Der Erzeuger kann Strom, der sonst vollständig eingespeist würde, der Gruppe bereitstellen. Beim P2P-Modell vereinbaren die Beteiligten den Preis direkt miteinander.
EEG & Peer-to-Peer
Grob erklärt
Ohne Gemeinschaft wird nicht selbst benötigter PV-Strom in der Regel eingespeist. In einer EEG oder P2P-Konstellation kann der Teil, den ein anderer Teilnehmer in derselben Viertelstunde benötigt, nach den vereinbarten Regeln zugeteilt werden.
Der Erzeuger kann Strom, der sonst vollständig eingespeist würde, der Gruppe bereitstellen. Beim P2P-Modell vereinbaren die Beteiligten den Preis direkt miteinander.
Der Abnehmer bezieht die zugeteilte Menge aus der Gruppe. Für nicht zugeteilte Mengen bleibt der bestehende Stromliefervertrag zuständig.
Smart-Meter-Werte und die offizielle energiewirtschaftliche Zuteilung sind die Grundlage. EEG24-Livewerte helfen technisch beim Verstehen und Kontrollieren.
Vorteile einer Gemeinschaft
Der konkrete Nutzen hängt vom Modell, Nahebereich, Messkonzept, Preis und den geltenden Abgaben ab.
Bei einer lokalen oder regionalen EEG können für gemeinsam genutzte Mengen reduzierte Netznutzungsentgelte gelten. Im selben Gebäude kann eine GEA beziehungsweise ein Standortbereich die Nutzung des öffentlichen Netzes für diese Energiemenge vermeiden.
Die Gemeinschaft kann einen internen Energiepreis, einen Aufteilungsschlüssel und Regeln für Überschüsse festlegen. Auch eine unentgeltliche Weitergabe kann vereinbart werden, muss aber korrekt abgerechnet und steuerlich geprüft werden.
Für ein eigenes Nebengebäude kann eine Eigenversorgungsanlage passen, wenn die beteiligten Zählpunkte derselben natürlichen oder juristischen Person zugeordnet sind. Bei unterschiedlichen Personen braucht es ein passendes EEG-, GEA- oder P2P-Modell.
Für erneuerbaren Strom, der innerhalb einer EEG selbst erzeugt und verbraucht wird, kann die Befreiung von der Elektrizitätsabgabe greifen. Umsatzsteuer, Kleinunternehmerregelung und weitere Steuerfolgen müssen im Einzelfall geprüft werden.
Netzkosten- und Steuervorteile sind nicht automatisch garantiert. Netzbetreiber, Rechtsstand und Vertragsgestaltung sind maßgeblich. Offizielle Informationen ↗
Vorteile mit EEG24
EEG24 verbindet die technischen Messwerte der Anlagen mit den Regeln der Gemeinschaft. Die Steuerung ersetzt weder Netzbetreiberwerte noch Vertrag und Rechtsprüfung.
EEG24 erfasst die verfügbare Resteinspeisung aus PV und anderen Quellen und macht sichtbar, welcher Wert innerhalb der Gemeinschaft technisch genutzt oder eingespeist werden kann.
Wallbox, Wärmepumpe und weitere geeignete Verbraucher können nach den eingerichteten Regeln mit dem verfügbaren EEG-Restwert gesteuert werden. Grenzen, Prioritäten und Sicherheitsfunktionen bleiben dabei konfigurierbar.
Technische Livewerte, Prognosen und offizielle Netzbetreiberwerte können getrennt betrachtet und auf Plausibilität geprüft werden. Für die Abrechnung sind die offiziellen Zuteilungswerte maßgeblich.
Nach der geplanten Freischaltung und Einrichtung soll EEG24 die offiziellen Werte automatisch verarbeiten, die vereinbarten Beträge berechnen und die fertigen Abrechnungen per E-Mail an die hinterlegten Mitglieder versenden – im Auftrag der Gemeinschaft.
Die automatische Abrechnung und der E-Mail-Versand werden erst nach technischer, rechtlicher und steuerlicher Prüfung, einem passenden Versandkonzept sowie den erforderlichen Freigaben freigeschaltet.
Abrechnung in einer EEG
Der Netzbetreiber misst Erzeugung und Verbrauch an den teilnehmenden Zählpunkten in Viertelstunden.
Die vereinbarte Aufteilung bestimmt, welche Energiemenge den Teilnehmern innerhalb einer Viertelstunde zugeteilt wird.
Für die energiewirtschaftliche Abrechnung sind die vom Netzbetreiber beziehungsweise über den vorgesehenen Datenaustausch bereitgestellten Zuteilungswerte maßgeblich.
Nach der geplanten Freischaltung kann die EEG24-Steuerung die offiziellen Werte automatisch auswerten, die Abrechnung erzeugen und sie an die hinterlegten Mitglieder senden. Das verantwortliche Mitglied kann die Ergebnisse zusätzlich prüfen und die Regeln für Preis, Aufteilung und Versand verwalten.
Lokale Pi-, Wechselrichter- und Shelly-Werte sind technische Vergleichswerte, aber keine offiziellen Abrechnungswerte.
Nach der Einrichtung der Gemeinschaft und den erforderlichen Freigaben soll EEG24 die vom Netzbetreiber bereitgestellten, abrechnungsrelevanten Viertelstunden- und Zuteilungswerte automatisch importieren, die vereinbarten Beträge berechnen und die Abrechnung an die hinterlegten Mitglieder versenden.
Der Versand erfolgt im Auftrag der jeweils verantwortlichen Gemeinschaft beziehungsweise des verantwortlichen Mitglieds. EEG24 wird dadurch nicht selbst zum Stromlieferanten oder Vertragspartner. Die Funktion wird erst nach technischer, rechtlicher und steuerlicher Prüfung, einem passenden Abrechnungs- und Versandkonzept sowie den erforderlichen Freigaben freigeschaltet.
Bis dahin dienen EEG24-Messwerte ausschließlich der technischen Analyse, Plausibilitätskontrolle und dem Vergleich mit Netzbetreiberwerten. Sie sind keine Grundlage für eine offizielle Rechnung.
Verantwortung in der Gruppe
„EEG-Beauftragter“ ist eine von der Gruppe festgelegte organisatorische Rolle. EEG24 übernimmt diese Rolle nicht.
Die Mitglieder bestimmen in Gründungsdokumenten, Statuten oder einer klaren Gruppenvereinbarung, wer die Gemeinschaft organisatorisch verwaltet. Diese Person kann etwa Teilnehmeränderungen koordinieren, Zugänge verwalten, Datenimport und Abrechnungsanalyse betreuen.
Die aktuelle offizielle P2P-Vorlage sieht einen verantwortlichen Erzeuger vor. Dieser wird von den beteiligten Erzeugern bestimmt. Welche Vertretungs- und Abrechnungsaufgaben er tatsächlich übernimmt, muss im Vertrag klar geregelt und fachlich geprüft werden.
Nächste Schritte
Für eine lokale EEG liegen die Teilnehmer im Niederspannungsbereich derselben Trafostation; für eine regionale EEG sind sie über das Mittelspannungsnetz und dieselbe Sammelschiene eines Umspannwerks verbunden. Der Netzbetreiber soll über den Anschlussbereich Auskunft geben. Externe offizielle Erklärung öffnen ↗
Bei Peer-to-Peer schließen Erzeuger und Abnehmer direkt einen Vertrag. Eine eigene Rechtsform ist dafür nicht zwingend nötig. Der bisherige Stromliefer- und Stromabnahmevertrag bleibt bestehen.
Der genaue Portalweg, die verlangten Nachweise und die Zustimmungsschritte unterscheiden sich je Netzbetreiber. Netzbetreiber-Zugänge und Zählpunktfreigaben bleiben bei den Teilnehmern beziehungsweise beim beauftragten Organisator – EEG24 benötigt dafür keine Zugangsdaten.
Die EEG24-Ausfüllhilfe ersetzt keinen Vertrag. Für P2P nur die aktuelle offizielle Mustervorlage verwenden und vor Unterzeichnung rechtlich sowie steuerlich prüfen lassen.
Ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung →